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Beitragsbild Projektmanagement Wissen 7
Projektmanagement

Serie: Projektmanagement Wissen #7

Was ist eigentlich…?

Sie sehen sich in Ihrer Firma mit einem Projekt oder einem Veränderungsvorhaben konfrontiert und finden sich im spezifischen Vokabular schwer zurecht? Wir erläutern Ihnen regelmäßig wichtige Stichworte rund um das Thema Projektmanagement.

 

3 Stichworte zum Thema “Projektmanagement”

 

Critical Chain-Methode

Critical Chain Project Management (CCPM) ist eine Methode zur Planung und Verwaltung von Projekten, bei der die zur Ausführung von Projektaufgaben erforderlichen Ressourcen (Personen, Ausrüstung, Räumlichkeiten) hervorgehoben werden. Entwickelt wurde die Methode von Eliyahu M. Goldratt. CCPM soll Multitasking vermeiden und begrenzt daher die Anzahl der Projekte. Anhand der vorhandenen Ressourcen wird das Projekt geplant und priorisiert Ziel der Critical Chain Methode ist es, die Ressourcen auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten, und erfordert, dass sie zu Startzeiten flexibel sind. Bei der CCPM stehen weniger die einzelnen Aufgaben, sondern das Projekt als Ganzes im Vordergrund. Hierzu wird einerseits der längste Pfad voneinander abhängiger Arbeitspakete im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch betrachtet (kritische Kette) und andererseits werden Sicherheitspuffer am Ende dieser kritischen Kette wie auch jeder zuliefernden Kette eingeplant. Es wird nicht mit Puffern bei einzelnen Aufgaben gearbeitet. Aufgabe des Projektleiters ist es nun den Fortschritt entlang dieser kritischen Kette betrachtet. Der Verbrauch der Sicherheitspuffer gibt Aufschluss darüber, ob Arbeitspakete in Verzug geraten und ab wann ggf. eingegriffen werden muss. CCPM zielt darauf ab, die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen und so einen optimierten Projekterfolg für das ganze Projektportfolio eines Unternehmens zu erreichen. Dies geschieht, indem das schädliche Multitasking vermieden wird und die eingeplanten Sicherheitspufferzeiten korrekt geschätzt und optimal im Projektverlauf eingeplant werden.

 

 


Fehlerpriorität

Laut ITIL wird die Incident-Priorität (Fehlerpriorität) hauptsächlich aus Auswirkung (Impact) und Dringlichkeit (Urgency) gebildet. Es gibt auch zusätzliche Elemente wie Größe, Umfang, Komplexität und Ressourcen, die für die Auflösung erforderlich sind. Meistens jedoch empfiehlt sich eine einfache Matrix, die automatisch die Priorität eines Vorfalls aus dem einfachen Wert von Auswirkung x Dringlichkeit berechnet. Die empfohlene Granulierung der Priorität beträgt 4 bis 5 verschiedene Werte. Normalerweise ist der Wert umso höher, je höher die Priorität ist. Daher ist Priorität = 1 der höchste und Priorität = 5 der niedrigste.

Grafik Tabelle Fehlerprioritaet

Die Auswirkung (Impact) des vorliegenden Fehlers ist das Maß dafür, wie geschäftskritisch es ist. Hierbei spielt auch die Anzahl der betroffenen Anwender eine Rolle und ob es Workarounds gibt, die erst einmal genutzt werden können. Dringlichkeit gibt die notwendige Geschwindigkeit an, mit der Vorfall zu ist. Können zum Beispiel zeitkritische Aufgaben durch den Fehler nicht erledigt werden oder sind nimmt die Schwere des Fehlers im Zeitverlauf zu, dann sollte die Fehlerbearbeitung möglichst schnell erfolgen. Ein schwerwiegender Vorfall ist ein Vorfall mit extremen Auswirkungen auf das Geschäft oder eine übermäßige Unterbrechung des Dienstes und hat somit Priorität 1. Wichtig ist, dass jedes Unternehmen definiert, welche Art von Prioritätsmatrix zu verwenden ist und wie die einzelnen Kategorien Hoch (High), Mittel (Middle) und Niedrig (Low) zustande kommen. Durch ein einheitliches Verständnis hiervon kann verhindert werden, dass die Prioritäten falsch gesetzt werden und kritische Fehler erst zu spät erkannt werden.

 

 


Lastenheft

Im Lastenheft werden Informationen bezüglich der Anforderungen eines Auftraggebers über eine Lieferung oder eine Leistung eines Auftragnehmers festgehalten. Es sind auch Bezeichnungen wie Anforderungskatalog oder Kundenspezifikation gebräuchlich. Das Lastenheft findet vor allem in der Softwareentwicklung und im Bauwesen Anwendung und resultiert aus der Anforderungsanalyse. Hierbei handelt es sich um Spezifikationen wie Zielsetzung, Produkteinsatz, Produktübersicht, Funktionale Anforderungen, Nicht-funktionale Anforderungen, Lieferumfang, Abnahmekriterien. Im Gegensatz zum Lastenheft, wird im Pflichtenheft das Wie und Womit festgehalten.

 

Hier geht’s zu Teil #6 der Serie

 

 

Tags:Erfolg, Methoden, Wissen

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